Die ersten Wochen

So ein bisschen mit sehr viel Verspätung kommt hier mein nächster Eintrag.
An unserem ersten Wochenende sind wir nach Sofia gefahren und haben uns nachmittags die Stadt angeschaut, vor allem die Aleksander Nevski Kirche ist ein Besuch wert. Abends sind wir dann feiern gegangen. Übernachtet haben wir in einem Hostel. Besonders prägend war die Duschtoilette, bei der man während man auf der Schüssel sahs, duschen konnte. Ist hier wohl relativ typisch für Bulgarien.
Außerdem sind wir noch nach Griechenland gefahren. Mit dem Wetter hatten wir leider sehr viel Pech. Eigentlich war geplant den ganzen Tag am Meer zu verbringen, aber es hat geregnet, weshalb wir nur kurz ins Meer gehüpft sind. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur. Danach sind wir zur nächsten Stadt(Kavala) gefahren und haben uns dort eine alte Burgruine angeschaut.
Nächstes Wochenende sind Benni und ich mit dem Zug nach Sozopol, am Schwarzen Meer, gefahren. Die meiste Zeit haben wir am Strand verbracht, und sonst haben wir uns die Stadt angeschaut und eine schöne Bootstour gemacht. Die Heimfahrt war leider sehr chaotisch, da wir nicht wussten, dass unser Zugticket nur für die Hinfahrt galt. Für die Rückfahrt hätte man das Ticket am Abfahrtsbahnhof eintauschen müssen und ein neues bekommen…was wir natürlich nicht wussten… nach ewigen Diskussionen und einem kleinen Schmiergeld für den Schaffner, mussten wir immerhin kein komplett neues Ticket erwerben.
Währenddessen hat unter der Woche die Soccer League angefangen. Wir haben ein Erasmus-Fußball Team gegründet und haben jetzt jede Woche 1-2 Spiele gegen andere Mannschaften. Die besten 8 Teams spielen dann am Ende des Semesters in Playoffs den Gesamtsieg aus.
Außerdem haben wir noch Istanbul besucht. Wir sind am Donnerstagabend mit dem Bus losgefahren und waren dann am Morgen gegen 8 in Istanbul. Am Freitag haben wir dann die Moscheen angeschaut, sind nach Asien rüber gefahren und waren auf dem großen Bazar. Abends waren wir in einer Shishabar. Am nächsten Morgen haben wir eine schöne Bootstour auf dem Bosporus gemacht. Leider hat es mal wieder richtig angefangen zu regnen. Wir hatten bei jedem Ausflug bisher Pech mit dem Wetter. Vor allem als wir abends am Taksim-Platz waren, hat es so viel geregnet und gestürmt, dass die komplette Straße eher einem Fluss geähnelt hat. Am Sonntagmorgen ging es dann wieder Richtung Blago. Kurz vor der Grenze haben wir noch einen zwei stündigen Aufenthalt in Edirne gehabt. Dort haben wir uns nochmal Moscheen und Bazare angeschaut. Gegen Mitternacht waren wir dann daheim. In den nächsten Wochenenden wollen wir auf jeden Fall nach Mazedonien fahren. Sonst geht’s vielleicht noch nach Albanien…aber weiter ist direkt noch nichts geplant.
Außerdem melden Lorenz und ich uns jetzt fürs golfen an und werden es die nächsten Tage mal ausprobieren.

So zum Studium:
Die Uni ist anspruchsvoll. Jede Woche ist ca. ein Quizz(sozusagen eine Ex) und wir haben viele Hausaufgaben und Projekte auf. So hab ich auf letzten Sonntag eine 10 seitige Analyse über Nike geschrieben. Die Fächer laufen aber eigentlich alle gut, weil man sich durch die vielen Hausaufgaben eh gut auf alles automatisch vorbereitet.
Ende Oktober beginnen dann auch noch die Mid-term Examen.

Ich teile mir mein Zimmer mit Hristo, einem Bulgaren. Außerdem sind im selben Apartment( 2 Zimmer mit je 2 Betten) noch Hristos kleiner Bruder und ein Kumpel von ihm. Am Anfang war es echt ungewohnt sich wieder ein Zimmer zu teilen. Man gewöhnt sich aber schnell daran und wir verstehen uns echt richtig gut. Es gab bisher gar keine Probleme, worüber ich echt glücklich bin. Ich habe von mehreren anderen Studenten gehört, die oft Stress mit ihren Mitbewohnern haben, was das Wohnen sehr unangenehm macht.
In unserem Wohnheim gibt es leider nur eine Küche für 500 Studenten, welche im grauenvollen Zustand ist. Sprich meistens ist man mittags in der Mensa, die jedoch sehr teuer ist für Bulgarische Verhältnisse. Sonst geht man oft Essen, man kann hier für 5-10 Leva Essen und Trinken bestellen (10 Leva = 5 Euro). Inzwischen finde ich es jedoch nervig, ich würde eine Küche bevorzugen. Außerdem haben wir ein Kühlschrank im Zimmer, d.h. man kann wenigstens einmal kalt essen am Tag.
Abends ist hier eigentlich jeden Tag was los, ab 11 ist jedoch Ruhezeit, sprich man darf/soll sich nicht mehr in größeren Gruppen versammeln und man muss leise sein.
Die Uni oder UniGruppen organisieren hier vor allem am Anfang sehr sehr viele Veranstaltungen über alles Mögliche. So gibt es Start-Up Veranstaltungen(Gründung eines Unternehmens), Documentary-Challenge, all mögliche Sportveranstaltungen z.b. ein Uni- Olympia,  Unizeitungen und noch tausend andere Sachen. Das Angebot ist so groß, dass man gar nicht alles machen kann.
Da die Uni so klein ist, ist alles sehr persönlich und es wird versucht, jeden Studenten irgendwo einzubinden.

Wir sind hier insgesamt um die 25 Erasmus Studenten aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Irland, Litauen, Lettland, Niederlande, Ukraine und Türkei, sofern ich jetzt niemand vergessen habe.
Wir hängen jedoch nicht nur mit Erasmus Studenten ab. Da es ja eine Amerikanische Universität ist, spricht hier jeder sehr gut Englisch und ich kenne viele Bulgaren, Albaner, Russen usw. Eigentlich jeder hier ist sehr offen gegenüber und man kommt immer sehr schnell ins Gespräch. Insgesamt sind hier glaube zurzeit Studenten aus 40 verschiedenen Nationen.

So des war´s erstmal. Rechtschreib- und Grammatikfehler dürfen behalten werden.


7.10.14 17:49, kommentieren

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Die ersten Wochen

So ein bisschen mit sehr viel Verspätung kommt hier mein nächster Eintrag.
An unserem ersten Wochenende sind wir nach Sofia gefahren und haben uns nachmittags die Stadt angeschaut, vor allem die Aleksander Nevski Kirche ist ein Besuch wert. Abends sind wir dann feiern gegangen. Übernachtet haben wir in einem Hostel. Besonders prägend war die Duschtoilette, bei der man während man auf der Schüssel sahs, duschen konnte. Ist hier wohl relativ typisch für Bulgarien.
Außerdem sind wir noch nach Griechenland gefahren. Mit dem Wetter hatten wir leider sehr viel Pech. Eigentlich war geplant den ganzen Tag am Meer zu verbringen, aber es hat geregnet, weshalb wir nur kurz ins Meer gehüpft sind. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur. Danach sind wir zur nächsten Stadt(Kavala) gefahren und haben uns dort eine alte Burgruine angeschaut.
Nächstes Wochenende sind Benni und ich mit dem Zug nach Sozopol, am Schwarzen Meer, gefahren. Die meiste Zeit haben wir am Strand verbracht, und sonst haben wir uns die Stadt angeschaut und eine schöne Bootstour gemacht. Die Heimfahrt war leider sehr chaotisch, da wir nicht wussten, dass unser Zugticket nur für die Hinfahrt galt. Für die Rückfahrt hätte man das Ticket am Abfahrtsbahnhof eintauschen müssen und ein neues bekommen…was wir natürlich nicht wussten… nach ewigen Diskussionen und einem kleinen Schmiergeld für den Schaffner, mussten wir immerhin kein komplett neues Ticket erwerben.
Währenddessen hat unter der Woche die Soccer League angefangen. Wir haben ein Erasmus-Fußball Team gegründet und haben jetzt jede Woche 1-2 Spiele gegen andere Mannschaften. Die besten 8 Teams spielen dann am Ende des Semesters in Playoffs den Gesamtsieg aus.
Außerdem haben wir noch Istanbul besucht. Wir sind am Donnerstagabend mit dem Bus losgefahren und waren dann am Morgen gegen 8 in Istanbul. Am Freitag haben wir dann die Moscheen angeschaut, sind nach Asien rüber gefahren und waren auf dem großen Bazar. Abends waren wir in einer Shishabar. Am nächsten Morgen haben wir eine schöne Bootstour auf dem Bosporus gemacht. Leider hat es mal wieder richtig angefangen zu regnen. Wir hatten bei jedem Ausflug bisher Pech mit dem Wetter. Vor allem als wir abends am Taksim-Platz waren, hat es so viel geregnet und gestürmt, dass die komplette Straße eher einem Fluss geähnelt hat. Am Sonntagmorgen ging es dann wieder Richtung Blago. Kurz vor der Grenze haben wir noch einen zwei stündigen Aufenthalt in Edirne gehabt. Dort haben wir uns nochmal Moscheen und Bazare angeschaut. Gegen Mitternacht waren wir dann daheim. In den nächsten Wochenenden wollen wir auf jeden Fall nach Mazedonien fahren. Sonst geht’s vielleicht noch nach Albanien…aber weiter ist direkt noch nichts geplant.
Außerdem melden Lorenz und ich uns jetzt fürs golfen an und werden es die nächsten Tage mal ausprobieren.

So zum Studium:
Die Uni ist anspruchsvoll. Jede Woche ist ca. ein Quizz(sozusagen eine Ex) und wir haben viele Hausaufgaben und Projekte auf. So hab ich auf letzten Sonntag eine 10 seitige Analyse über Nike geschrieben. Die Fächer laufen aber eigentlich alle gut, weil man sich durch die vielen Hausaufgaben eh gut auf alles automatisch vorbereitet.
Ende Oktober beginnen dann auch noch die Mid-term Examen.

Ich teile mir mein Zimmer mit Hristo, einem Bulgaren. Außerdem sind im selben Apartment( 2 Zimmer mit je 2 Betten) noch Hristos kleiner Bruder und ein Kumpel von ihm. Am Anfang war es echt ungewohnt sich wieder ein Zimmer zu teilen. Man gewöhnt sich aber schnell daran und wir verstehen uns echt richtig gut. Es gab bisher gar keine Probleme, worüber ich echt glücklich bin. Ich habe von mehreren anderen Studenten gehört, die oft Stress mit ihren Mitbewohnern haben, was das Wohnen sehr unangenehm macht.
In unserem Wohnheim gibt es leider nur eine Küche für 500 Studenten, welche im grauenvollen Zustand ist. Sprich meistens ist man mittags in der Mensa, die jedoch sehr teuer ist für Bulgarische Verhältnisse. Sonst geht man oft Essen, man kann hier für 5-10 Leva Essen und Trinken bestellen (10 Leva = 5 Euro). Inzwischen finde ich es jedoch nervig, ich würde eine Küche bevorzugen. Außerdem haben wir ein Kühlschrank im Zimmer, d.h. man kann wenigstens einmal kalt essen am Tag.
Abends ist hier eigentlich jeden Tag was los, ab 11 ist jedoch Ruhezeit, sprich man darf/soll sich nicht mehr in größeren Gruppen versammeln und man muss leise sein.
Die Uni oder UniGruppen organisieren hier vor allem am Anfang sehr sehr viele Veranstaltungen über alles Mögliche. So gibt es Start-Up Veranstaltungen(Gründung eines Unternehmens), Documentary-Challenge, all mögliche Sportveranstaltungen z.b. ein Uni- Olympia,  Unizeitungen und noch tausend andere Sachen. Das Angebot ist so groß, dass man gar nicht alles machen kann.
Da die Uni so klein ist, ist alles sehr persönlich und es wird versucht, jeden Studenten irgendwo einzubinden.

Wir sind hier insgesamt um die 25 Erasmus Studenten aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Irland, Litauen, Lettland, Niederlande, Ukraine und Türkei, sofern ich jetzt niemand vergessen habe.
Wir hängen jedoch nicht nur mit Erasmus Studenten ab. Da es ja eine Amerikanische Universität ist, spricht hier jeder sehr gut Englisch und ich kenne viele Bulgaren, Albaner, Russen usw. Eigentlich jeder hier ist sehr offen gegenüber und man kommt immer sehr schnell ins Gespräch. Insgesamt sind hier glaube zurzeit Studenten aus 40 verschiedenen Nationen.

So des war´s erstmal. Rechtschreib- und Grammatikfehler dürfen behalten werden.


7.10.14 17:35, kommentieren


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